Lefkada ist die viertgrößte Insel im Ionischen Meer. Sie liegt gegenüber der Nordwestküste von Akarnania, von der sie eine flache Lagune und ein enger Seekanal trennen. Die Fläche beträgt 302,5 qm, und die heutige Einwohnerzahl beläuft sich auf ca. 23.000.

ANTIKE

„Lefkas petra" oder „Lefkas akra" wurde ursprünglich die südliche Spitze der Inseln, das heutige Lefkata, genannt. Lefkas wurde später die Stadt Nirikos genannt, die die Korinther gegen Ende des 7. Jh. gründeten, und schließlich erhielt die gesamte Insel diesen Namen. „Man hat Lefkada umbenannt, schreibt Stravon in seinen Geografischen Studien.

Aus dem Wort „Lefkas" entstand der Nachname „Lefkatis" und dann die strengere Form Lefkata, was bedeutete „der Eigentümer des Steins von Lefkada", welcher Stein Apollon, dem Eigentümer der Landzunge, ausgehändigt wurde. Der antike Mythos, der in neueren Jahren in Europa bekannt wurde, erzählt, dass von dieser Landzunge Sappho ins Meer stürzte aufgrund ihrer verzweifelten Liebe zu Phaon.

Menschliche Spuren gehen bis ins frühsteinzeitliche Zeitalter zurück. Der bedeutende deutsche Archäologe W. Dörpfeld, Mitarbeiter von Erich Schliemann, stellte bei der Ausgrabung von Troja weit angelegte archäologische Forschungen in Nydri an, brachte bedeutende Funde aus der Kupferzeit (ca. 2.000 v. Chr.) zu Tage und formulierte die Theorie, dass Lefkada das homerische Ithaka ist.
Die erste Inselstadt was das prähistorische Nirikos, dessen Ruinen in Kalligoni auf der Spitze des Hügels „Koulmos" entdeckt wurden. Sie war von einer hohen Mauer umgeben, von der bis heute ein kleiner Teil erhalten ist.

Die Geschichte von Lefkada beginnt im 7. Jh. v. Chr., als sie bis zur Eroberung von den Römern korinthische Kolonie wurde, und ist politisch mit der Stadt Korinth verbunden, der sie bei allen wichtigen Ereignissen der Zeit folgte. der Seeschlacht von Salamina, der Schlacht von Plataia, dem Peloponnesischen Krieg als Mitstreiter der Spartaner, dem Feldzug von Alexander Gr.

Auf das letzte Quartal des 7. Jh. wird die Gründung der Stadt „Lefkas" datiert, der Hauptstadt der Insel, die von „Koulmos" bis zum Meer reichte und bis zum 5. oder 6. Jh. n. Chr. erhalten blieb. Im Hellenistischen Zeitalter tritt Lefkada dem „Akarnanischen Bund" bei und wird sein Hauptsitz (272-167 v. Chr.). Obwohl 197 v. Chr. die Römer Lefkada eingenommen hatten, gestanden sie ihr eine gewisse Autonomie zu und, was das wichtigste ist, sie widerstanden dem Druck ihrer Alliierten, der Ätoler, Lefkada an sie abzutreten. Lefkada war ein strategischer Punkt im Ionischen Meer, und die Römer waren nicht bereit, sie ihren habgierigen Alliierten zu schenken. So blieb Lefkada weiterhin Hauptsitz des „Akarnanischen Bundes".

Nach der Niederlage des Makedonischen Königs Perseas 168 v. Chr. haben die Römer im Rahmen ihres politischen Plans, den griechischen Raum nach und nach zu schwächen, Lefkada vom Akarnanischen Bund abgespaltet, wodurch die Insel bis 146 v. Chr. zu einem kleinen Stadtstaat wurde, der seine formale politische Autonomie unter römischer Verwaltung beibehielt. Folglich wurde Rom nach der Niederlage der Streitkräfte der Achaischen Staatenbundes bei Isthmos in Korinth absoluter Herr des griechischen Raums und regelte nach eigenem Ermessen die politischen Angelegenheiten.

Die Zeugnisse aus der Zeit sind rar gesät, aber es scheint, dass Lefkada in einen Niedergang gerät, der sich verstärkte durch Oktavians Entschluss, die neu gegründete Stadt Nikopoli mit Bewohnern benachbarter Regionen zu besiedeln.

Während der Römerzeit wird die antike Stadtmauer wieder errichtet, und es wird vermutet, dass eine 700 m lange Steinbrücke gebaut wurde, die die Stadt Lefkada mit Akarnania bei „Rouga" verband, deren Ruinen bei den Ausgrabungen des neuen Kanals um 1900 entdeckt wurden.

DIE BYZANTINISCHEN JAHRE

In den byzantinischen Jahren war Lefkada Teil des Byzantinischen Kaiserreichs. Nach der Spaltung des Staats (395 n. Chr.) wurde sie dem Östlichen Staat zugeordnet und war weiterhin verwaltungstechnisch mit Hepeirus verbunden. Seit dem Zeitalter des Heraklios, als die Institution der Themen eingeführt wurde, wurde Lefkada vermutlich dem Thema von Kefallinia zugeordnet.

In der postbyzantinischen Epoche (1204-1294 n. Chr.) war Lefkada Teil des Despotats Hepeirus. Ihre mittelalterliche Hauptstadt, eine arme Kleinstadt, wurde ebenfalls auf dem Hügel „Koulmos" gebaut, auf den Ruinen der antiken Stadt, die im 6. Jh. n. Chr. nach tausendjährigem Bestehen vermutlich von einem Erdbeben zerstört wurde. Die neue Hauptstadt bestand bis zum 12. Jh. Die Quellenforschung zeigt, dass die Stadt zu dieser Zeit verödet. Es ist kein Zufall, dass in dem langen Erlass aus dem Jahr 1355, mit dem Valteros Vryennios das Despotat Agia Mavra an Gratianos Tzortzis abtrat, keinerlei Verweis auf eine andere Festung als die von Agia Mavra, d.h. der heutigen Festung, gemacht wird.

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